Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Ganze Tage ganze Nächte

von Xavier Durringer

Thalia Theater Halle 2004

Regie: Annegret Hahn

Choreografie: Christine Marneffe

Bühne und Kostüme: Klemens Kühn

mit Harald Höbinger, Enrico Peters, Micha Morche, Sascha Tschorn, Christian Bayer, Anke Steding, Nico Ehl, Peter Schneider, Heidemarie Schneider

Vorwärts stürmen oder auf der Stelle treten? - Was die zehn Thalia-Schauspieler in langen, wortlosen Passagen mit der Choreografie von Christine Marneffe vorführen, lässt jede Menge Spielraum für Deutungen. Den Zuschauer erwartet ein Ensemble-Spiel von einer für das Sprechtheater seltenen Intensität.

Der neue Raum macht's möglich: Eine 15 Meter lange, geflieste Wand mit Waschbecken auf beiden Seiten teilt den noch im Bau befindlichen Prachtsaal im Vorderhaus des großen Thalia-Theaters fast in voller Länge. Die Dekoration, die an den Waschraum einer Kaserne erinnert, ist der Schauplatz für das Stück "Ganze Tage, ganze Nächte" des Franzosen Xavier Durringer, mit dessen Premiere am Mittwoch die Woche des französischen Theaters beginnt. Inszeniert von Thalia-Intendantin Annegret Hahn, verspricht es, ein weiteres ungewöhnliches Bühnen-Ereignis zu werden.

Die Waschbeckenstraße steht da wie eine Schwelle zwischen Tagen und Nächten. Und zwischen beiden Sphären wechseln die zehn Akteure - manchmal sogar mit einem kühnen Sprung. Das Besondere an dem Stück ist, wie seine kleinen und eigentlich zusammenhanglosen Storys vorgeführt werden - nämlich über weite Strecken in Chor-Dialogen.

Wie ein eigentlich schlichtes Geplänkel, ein Small-Talk oder Flirt wirken kann, wenn ihn hier drei Frauen und dort drei Männer nicht nur synchron sprechen sondern spielen - das ließ sich bei den letzten Proben schon erahnen. Alltägliches oder gar Banales aus dem Jugendalltag - vorgetragen mit dem Pathos des antiken Chors - das könnte mehr als nur eine große Show werden. "Weißt du: Wenn man liebt, macht man sich ziemlich zum Affen" deklamiert der Chor der jungen Männer und fügt nach kurzer Pause an: "Wenn man liebt." Solche Sätze prägen sich bereits bei jenem lauten Lachen ein, zu dem sie unwillkürlich reizen. Denn was aus einem Mund nur wie Frust tönt, klingt aus drei Kehlen bereits wie eine Offenbarung.

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte

Ganze Tage Ganze NächteGanze Tage Ganze Nächte